Das Bauhof-Areal in der Hammergasse 3 in Waidhofen an der Ybbs ist ein bedeutendes Gebiet mit einer Fläche von knapp 3.600 m2. Es liegt 800 Meter Luftlinie vom Rathaus entfernt, unmittelbar am Schwarzbach und an der B121, einer Hauptverkehrsachse Waidhofens.
Historische Bedeutung und aktuelle Nutzung
Wirtschaftsgeschichtlich hat der Standort eine doppelte Bedeutung für Waidhofen. In früheren Jahrhunderten befand sich dort ein Sensenwerk, das sogenannte „Bammerwerk“, mit umfangreichen Wehr- und Fluderanlagen. Ab 1956 begann die Firma Forster ihre Produktionstätigkeit in der Hammergasse und wurde zu einem wichtigen Unternehmen, bekannt unter anderem für Verkehrstechnik und Autobahnvignetten. Später begann der städtische Bauhof das Areal zu nutzen. Der Bauhof und das Bauamt sind seither in der Hammergasse verortet, wobei die Büros und Werkstätten heute als nicht mehr zeitgemäß gelten.
Zukünftige Entwicklung und Ziele
Das Bauhof-Areal wird als Entwicklungszone „Wasservorstadt“ betrachtet und ist Gegenstand des Entwicklungsprojekts im Rahmen der Förderung Flächenrecycling. Das „Integrierte Städtebauliche Konzept/Leitbild Waidhofen an der Ybbs 2035“ sieht eine Neuordnung des Areals als wesentliches Vorhaben vor. Das Areal wird als mögliches Gebiet für stadtnahes Wohnen beschrieben, aber auch andere Nutzungen wie Gewerbe/Betriebe, Soziales oder Bildung werden in Betracht gezogen, da Flächen für Gewerbeansiedlungen in Waidhofen begrenzt sind. Es sollen mindestens drei verschiedene Nutzungsszenarien erarbeitet werden.
Geplante Maßnahmen und Nachhaltigkeit
Der städtische Bauhof soll ausgelagert und mit dem Wertstoffzentrum (ASZ) zusammengeführt werden. Bei der Ausarbeitung der Nutzungsvarianten sollen Klimaschutz, Energieeffizienz und die Verbesserung des Umweltzustands zentrale Aspekte sein, einschließlich der sorgfältigen Auswahl von Baumaterialien und der Implementierung von Technologien zur Energieeffizienz.







